Wasserstoff – Energieträger mit Zukunft
Wasserstoff ist ein wichtiger Bestandteil einer effizienten und umweltschonenden Energieversorgung von Morgen.
Wasserstoff macht mobil: Air Liquide ist Partner der Clean Energy Partnership

Seit Mai 2011 ist Air Liquide Mitglied der Clean Energy Partnership (CEP) – ein Zusammenschluss von fünfzehn führenden Unternehmen. Die CEP hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wasserstoff als „Kraftstoff der Zukunft“ zu etablieren. Seit 2008 wird die CEP durch das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) gefördert.

Für Air Liquide zählt Wasserstoff zu den erklärten Wachstumstreibern. Die Erfahrung aus mehr als 40 Jahren für die gesamte Wasserstoff-Versorgungskette wird Air Liquide in die CEP einbringen.
Als erstes wichtiges Projekt innerhalb der CEP gilt die Errichtung einer 700-bar-Wasserstofftankstelle in Düsseldorf. Der Baubeginn dieser ersten öffentlichen H2-Tankstelle in NRW ist noch in diesem Jahr geplant. Hier können die Fahrzeuge zukünftig in 3 Minuten und damit unter vergleichbaren Bedingungen wie mit konventionellen Kraftstoffen aufgetankt werden.
Wasserstoff ist ein Thema: Air Liquide auf der Challenge Bibendum in Berlin
Im Mai 2011 fand in Berlin die Challenge Bibendum statt. Ziel der vom Reifenhersteller Michelin jährlich organisierten Veranstaltung ist es, zukunftsweisende Lösungen rund um eine nachhaltige Mobilität vorzustellen. Air Liquide versorgte die rund 30 vorgestellten wasserstoffbetriebenen Fahrzeuge über eine auf dem Ausstellungsgelände installierte Tankstelle.
Wo kommt der Wasserstoff her?

Wasserstoff ist das leichteste chemische Element und das häufigste im Universum. Auf der Erde liegt das Gas meist in chemisch gebundener Form vor und muss daher vor einer Nutzung erst in reiner Form erzeugt werden.
Die chemische Industrie ist derzeit der wichtigste Produzent. Das Gas wird hier mithilfe folgender Verfahren produziert:
Erdgas- und Benzinreformierung
Ethenproduktion
Chlor-Alkali-Elektrolyse
Wasser-Elektrolyse
Synthesegasproduktion aus Kohle
Neu sind Verfahren, die Biomasse und Faulgase aus Kläranlagen nutzen.
Schlüsselfertige Anlagen von Lurgi
Die zur Air Liquide-Gruppe gehörende Lurgi GmbH bietet einen Rundum-Service – von der Planung bis zum Bau schlüsselfertiger Anlagen. Weltweit hat Lurgi bereits Hunderte Anlagen zur Wasserstoff- und Synthesegasproduktion realisiert.
Wie kommt der Wasserstoff zum Verbraucher?

Im Chemiepark Marl betreibt Air Liquide die größte Wasserstoffabfüllung Europas. Hier wird das Gas in Trailerfahrzeuge mit einem Inhalt von 3.500 bis 7.500 m³ (bei 200 bar) sowie in Stahlflaschen und Flaschenbündel (200 und 300 bar) abgefüllt. Mit einer im Rahmen des HyChain-Projekts entwickelten Anlage lassen sich auch moderne Composite-Flaschen bei 700 bar füllen.
Marl ist außerdem Ausgangspunkt der rund 240 km langen Wasserstoffpipeline, die Air Liquide in Nordrhein-Westfalen betreibt. Bei 25 bar liefert dieser Verbund 40.000 m³ Wasserstoff pro Stunde. Neben der Versorgung industrieller Großverbraucher dient dieses Rohrleitungsnetz als eine Basis für den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur.
Schritt für Schritt: Aufbau eines Tankstellennetzes

Zum Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur werden lokale Angebote für regional operierende Fahrzeuge mit der Zeit zu einem überregionalen Netzwerk zusammenwachsen.
In Deutschland hat Air Liquide bereits Tankstellen in Berlin, Düsseldorf, Bottrop und Herten
installiert. Diese sind teilweise nur für bestimmte Abnehmer, teilweise aber öffentlich zugänglich.
Aufgetankt werden sowohl kleinere Busse als auch Pkw. Bei Drücken zwischen 200 und 700 bar dauert es
zwischen 5 und 10 Minuten, bis ein Fahrzeug komplett betankt ist.
Air Liquide wird auch in Zukunft sowohl in Frankreich als auch im übrigen Europa eine entscheidende Rolle bei der Beschleunigung und Unterstützung der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen zur Nutzung von Wasserstoff für umweltfreundliche Mobilität spielen. Hinsichtlich der Beschleunigung von Investitionen durch öffentlich-private Partnerschaften setzt Air Liquide auf entsprechende Initiativen - hat aber schon jetzt bekanntgegeben, darauf vorbereitet zu sein, in Frankreich und Deutschland bis 2015 in 20 weitere Wasserstoff-Tankstellen zu investieren.
Wie funktioniert eigentlich ein Wasserstoff-Auto?
Überall-Strom mit Brennstoffzellen

Die Air Liquide-Tochter Axane baut Brennstoffzellensysteme für stationäre und mobile Anwendungen. Diese sind leise, wartungsarm und einfach zu bedienen. Die stationären Einheiten sind eine Alternative zu Notstromaggregaten und kommen für dauerhaft installierte Einrichtungen zur Telekommunikation, Verkehrsregelung, Überwachung und Emissionsmessung zum Einsatz. Die mobile Brennstoffzelle Mobixane™ ist für kurzfristige Anwendungen wie Baustellen, Wartungsarbeiten, Bergungsmaßnahmen, Open-Air-Veranstaltungen und Filmaufnahmen die richtige Lösung. Sie wird aus Gasflaschen mit Wasserstoff versorgt, die sich weltweit einfach leer gegen voll tauschen lassen.
Wie funktioniert eigentlich eine Brennstoffzelle?
Haben Sie Fragen zum Thema: "Air Liquide und Wasserstoff"? Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.
Suchen Sie weitere Informationen zum Thema Wasserstoff in der Air Liquide-Gruppe? Dann besuchen Sie auch die englischsprachigen Seiten Planet Hydrogen und Hydrogen Energy.


